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Gedenkkerze
Inge Soder
In Erinnerung an ein wundervolles Erklärkonzert.
Stefan Mickisch-
großartiger Erklärer, humorvoller Erzähler, wissensreich- flocht in seine musikalischen Erläuterungen rare Musiker- Anekdoten, Begebenheiten und Biographisches ein, so auch über Hector Berlioz. Er zitierte aus Berlioz Lebenserinnerungen. Ein Genuß & Gewinn für jeden Zuhörer.
Hector Berlioz- Lebenserinnerungen
Auszug
Ich hatte unter alten Büchern die Rameausche Harmonielehre entdeckt, in der von d'Alembert erläuterten und vereinfachten Ausgabe. Wiewohl ich mit der Lektüre dieser dunkeln Theorien ganze Nächte hinbrachte, konnte ich ihnen dennoch keinen Sinn abgewinnen. Man muß wirklich schon die Akkordlehre beherrschen und in den Fragen der Experimentalphysik, auf der das ganze System ruht, einigermaßen zu Hause sein, um zu verstehen, was der Autor will. Es ist also eine Harmonielehre zum ausschließlichen Gebrauch für solche, die jene Kenntnisse besitzen. Und trotzdem wollte ich komponieren. Ich arrangierte Duos für drei und vier Stimmen, ohne doch vernünftige Akkorde oder Bässe finden zu können. Aber durch große Aufmerksamkeit, die ich bei den sonntäglichen Vorträgen unserer Dilettanten den Pleyelschen Quartetten zuwandte, und dank der Harmonielehre von Catel, die ich mir zu verschaffen gewußt, drang ich endlich und gewissermaßen plötzlich ins Geheimnis der Akkordbildung und -verbindung ein. Sogleich schrieb ich eine Art von sechsstimmigem Potpourri über italienische Melodien, von denen ich eine Sammlung besaß. Die Harmonie schien erträglich. Ermutigt durch diesen ersten Schritt, wagte ich die Komposition eines Quintetts für Flöte, zwei Violinen, Bratsche und Violoncell, das wir, drei Dilettanten, mein Lehrer und ich, zusammen aufführten.
Das war ein Triumph. Mein Vater allein schien die Meinung der Beifallspendenden nicht zu teilen. Zwei Monate später neues Quintett. Mein Vater wollte zuerst die Flötenstimme davon hören, ehe er mich die Aufführung im großen versuchen ließ; nach dem Brauche der Provinzliebhaber, die sich einbilden, ein Quartett nach der ersten Violine beurteilen zu können. Ich blies sie ihm vor, und bei einer gewissen Melodie sagte er zu mir: »So ist's recht, das ist Musik.« Aber dieses Quintett, weit anspruchsvoller als das erste, war auch sehr viel schwieriger; unsere Dilettanten brachten es zu keiner leidlichen Aufführung. Besonders Bratsche und Violoncell patzten um die Wette.
Ich war zu dieser Zeit zwölfundeinhalbes Jahr alt. Die Biographen, die noch letzthin schrieben, ich hätte mit zwanzig Jahren die Noten nicht gekannt, haben sich, wie man sieht, schwer getäuscht.
Hector Berlioz
*11. Dezember 1803 in in La Côte-Saint-André
+ 8. März 1869 in Paris
aus: Hector Berlioz- Lebenserinnerungen
Ins Deutsche übertragen und herausgegeben von
Dr. Hans Scholz
C. H. Becksche Verlagsbuchhandlung Oskar Beck, München 1914
4.Erster Musikunterricht durch meinen Vater. Meine Kompositionsversuche.

Gedenkkerze
Inge Soder
Immerwährender Verlustschmerz
Dankbar für das Gute, Wahre und Schöne,
das er in sich trug, das er verschenkte.
und streut immerfort Blütenstaub, den wir atmen, herüber;
auch noch im kommenden Winter atmen wir Abschied.
Rainer Maria Rilke
Aus «Larenopfer» (1895)

Gedenkkerze
Helen Maier
Danke

Gedenkkerze
Stephan Kiefer

Gedenkkerze
Inge Soder
Die Musik ist - was man heute nicht mehr weiß- nicht ein Ablauf von Tonfolgen,
sondern des Ringen von Kräften.
***
Beethoven begreift in sich die ganze, runde, komplexe Menschennatur.
Niemals hat ein Musiker von der Harmonie der Sphären,
dem Zusammenklang der Gottesnatur, mehr gewußt
und mehr erlebt als Beethoven.
Gustav Heinrich Ernst Martin Wilhelm Furtwängler
Dirigent, Komponist
* 25. Januar 1886 zu Schöneberg
† 30. November 1954 zu Ebersteinburg bei Baden- Baden
aus Ton und Wort: Aufsätze und Vorträge 1918- bis 1954
F.A. Brockhaus Wiesbaden 1955, S. 185f